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Großdemo zieht am 1. Mai durch Wien

Am internationalen Tag der Arbeit kommt es in Wien zu einer Großdemonstration. Man will gegen die Auswirkungen der Krisenpolitik protestieren.
Am internationalen Tag der Arbeit kommt es in Wien zu einer Großdemonstration. Man will gegen die Auswirkungen der Krisenpolitik protestieren.

Unter dem Motto "Kapitalismus ist die Krise! Soziale Kämpfe verbinden!" rufen verschiedene feministische, antifaschistische und antirassistische Gruppen, Arbeitende aus dem Gesundheits-, Sozial- und Kulturbereich und weitere Interessensvertretungen am 1. Mai zur Großdemonstration in Wien auf.

"Mayday" Bündnis ruft zur Großdemo in Wien auf

Der internationale Tag der Arbeit wird zum Anlass genommen, um gegen die Auswirkungen der Krisenpolitik zu protestieren. "Seit über einem Jahr bekommen die Menschen, die schon vorher vom System ausgegrenzt und prekarisiert wurden, die Folgen der Krise und der Regierungspolitik am härtesten zu spüren", erklärt Clara Sedlak, Pressesprecherin der Plattform Radikale Linke. "Wir wollen uns nicht entscheiden müssen, ob wir akzeptieren, dass Menschen direkt an Corona oder an den Folgen der Krisenpolitik sterben. Gerade in dieser Krise zeigt sich deutlich: Kapitalismus tötet", so Sedlack.

Die Schwerpunkte der Demonstration liegen mehr als ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie auf der Forderung nach solidarischen Räumen für Geflüchtete und Wohnungslose, kulturellen Freiräumen und einer solidarischen Verteilung gesellschaftlicher Reproduktionsarbeit.

Die Demonstration startet um 12.00 Uhr bei der U3-Bahn Station Ottakring. Am Votivpark soll es am Ende Raum für weitere Vernetzung geben.

Rund 20 Kundgebungen laut Polizei angemeldet

Die Polizei berichtete Samstagmittag vorerst von einer ruhigen Lage auf den Straßen. An die 20 Kundgebungen zum "Tag der Arbeit" seien angemeldet. Bisher seien diese allesamt ruhig verlaufen, lediglich bei einer linken Kundgebung seien Knallkörper gezündet worden.

1.500 Beamte waren im Einsatz. Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) dankte aus diesem Anlass der Polizei. Seit Beginn des Jahres seien bei der Überwachung von Versammlungen mehr als 220.000 Überstunden geleistet worden. 17 Polizistinnen und Polizisten erlitten bei derartigen Einsätzen Verletzungen.

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