Aldi Süd erhebt Eintrittsgebühr: Verbraucher aufgebracht – das ist ...

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Stand: 12.02.2025, 05:09 Uhr
Von: Jasmin Farah
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Eintrittspreis bei Aldi? Eine Regelung im englischen Greenwich löst bei Kunden Verärgerung aus. Einige spekulieren, dass es bald auch in Deutschland eingeführt wird. Allerdings läuft das System eher suboptimal.
In der modernen Welt des Einzelhandels gibt es immer wieder neue Konzepte, um das Einkaufserlebnis für Kunden zu optimieren. Eine dieser Innovationen ist das kassenlose Einkaufen, das Aldi in seiner Testfiliale in Greenwich, England eingeführt hat. Hierbei müssen Kundinnen und Kunden vor dem Betreten der Filiale eine Vorauszahlung von zehn britischen Pfund leisten, was umgerechnet etwa zwölf Euro entspricht.
Dieser Betrag wird bei einem Einkauf verrechnet und die Zahlung erfolgt automatisch, wenn die Kunden die Filiale verlassen – ganz ohne den Gang zur Kasse. Wenn es doch so einfach wäre! Denn dortige Aldi Süd-Kunden sind darüber mehr als erzürnt.
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Bevor Kundinnen und Kunden die Filiale betreten, müssen sie sich über eine spezielle App registrieren und die Vorauszahlung leisten. Diese dient zur Authentifizierung der Bankverbindung. Die Filiale ist mit AI-gestützten Kameras ausgestattet, die die Einkäufe der Kunden aufzeichnen. Wenn der Einkauf weniger als zehn Pfund kostet oder nichts gekauft wird, erfolgt eine Rückerstattung des Restbetrags innerhalb von 48 Stunden, abhängig von der Bank des Kunden. Doch genau hier liegt der Haken – das System funktioniert laut der britischen Sun mehr schlecht als recht.
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Trotz der innovativen Idee gibt es zahlreiche Beschwerden von Kunden. Viele berichten von Problemen mit der App und den Rückerstattungen, die nicht reibungslos funktionieren. Zudem fühlen sich Kunden unzureichend informiert und berichten, dass es zu mehrfachen Abbuchungen kommt, wenn sie die App versehentlich mehrfach aktivieren. Aldi verteidigt jedoch das System als notwendig, um das kassenlose Einkaufen zu ermöglichen.
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Sind kassenlose Supermarkt-Filialen bald die Zukunft?
Aldi ist nicht der einzige Einzelhändler, der kassenlose Filialen testet. Amazon hatte ähnliche Pläne mit seinen „Just Walk Out“-Stores, hat diese jedoch zurückgeschraubt. Tesco betreibt ebenfalls vier hybride „GetGo“-Filialen. Während Aldi mit diesem Konzept experimentiert, plant das Unternehmen, sich zukünftig mehr auf Selbstbedienungskassen zu konzentrieren, wie CEO Giles Hurley angedeutet hat. Die Filiale in Greenwich ist seit Januar 2022 in Betrieb und bleibt damit vorerst die einzige ihrer Art bei Aldi. Deutsche Kunden, die sich Sorgen machen, dass auch sie bald hierzulande Eintritt bei Aldi Süd zahlen müssen, können also aufatmen.
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