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Unwetter! Flut-Alarm südöstlich von München: Landkreis Berchtesgaden ruft den Katastrophenfall aus

Im Berchtesgadener Land wurde in der Nacht auf Sonntag der Katastrophenfall ausgerufen. Hochwasser und Erdrutsche bedrohen zahlreiche Menschen in der Region.
Massive Hochwasser drohen im Berchtesgadener Land und in Traunstein.
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  • Autoren Thomas Eldersch
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Im Berchtesgadener Land wurde in der Nacht auf Sonntag der Katastrophenfall ausgerufen. Hochwasser und Erdrutsche bedrohen zahlreiche Menschen in der Region.

Update vom 17. Juli, 23.02 Uhr: Um 22.22 Uhr hat der Landkreis Berchtesgadener Land den Katastrophenfall ausgerufen, schreibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Die Lage sei dramatisch wird ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Traunstein zitiert.

Besonders betroffen sind die Orte Berchtesgaden und Bischofswiesen im äußersten Südosten Bayerns. Das Wasser drückt von den Bergen herab. Zusätzlich steigen die Pegel der Ache und anderer Flüsse immer weiter an. Wegen abrutschender Hänge sind schon einige Häuser geräumt worden. Die Menschen werden dringend gewarnt, nicht in ihre Keller zu gehen.

„Es kommen ständig Notrufe rein“, sagte ein Polizeisprecher in Rosenheim. Im Landkreis Berchtesgadener Land seien sämtliche Feuerwehren gefordert. „Die Lage ist unübersichtlich“, sagte der Sprecher. „Es regnet stark.“ Bundesstraßen seien überflutet oder wegen Murenabgängen gesperrt worden.

Historische Pegelstände im Südosten Bayerns erwartet

Update vom 17. Juli, 21.38 Uhr: Nun also doch. Die Pegelstände der Flüsse im Südosten Bayerns steigen stärker als erwartet. Wie focus.de berichtet, soll es in der Nacht auf Sonntag auf der Berchtesgadener Ache, der Traun und der Tiroler Achen zu einer Flutwelle historischen Ausmaßes kommen. Schon jetzt soll das Wasser an einige Häuser heranreichen. Im österreichischen Hallein wurde bereits der Alarm-Zustand ausgerufen.

Zunächst ging man von verhältnismäßig niedrigen Pegelständen aus. Doch jetzt soll beispielsweise der Scheitelpunkt der Berchtesgadener Ache 1,5 Meter über der ursprünglichen Prognose liegen. Der bayerische Hochwassernachrichtendienst (HND) gibt für mehrere Kreise und Städte eine „Warnung vor Ausuferungen und Überschwemmungen“ heraus. Betroffen sind die nicht nur Traunstein und Berchtesgadener Land. Auch an der Donau und der Iller kann es ungemütlich werden. Die Warnung gilt ebenfalls für die Kreise Donauwörth, Neu-Ulm, Günzburg, Donau-Ries, Dillingen an der Donau, Neuburg-Schrobenhausen und Kelheim sowie Ingolstadt.

Update vom 17. Juli, 17.27 Uhr: Es scheint so, als würde Bayern und die Landeshauptstadt von größeren Hochwassern verschont bleiben. Zumindest die Flüsse werden bei ihren Pegelständen nicht an ihre Grenzen stoßen. So teilte am Samstagnachmittag die Stadt Passau mit, dass sie keine größeren Überschwemmungen durch die Donau erwartet. Und auch der Hochwassernachrichtendienst (HND) hat seine Prognose nach unten korrigiert. In der Nacht auf Sonntag wird bei der Donau höchstens die Meldestufe 2 erwartet. Der Inn soll nicht mal Meldestufe 1 erreichen.

Hochwassergefahr in München und Umgebung

Entwarnung auch im Südosten Münchens. Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein geht ebenfalls nicht mehr davon aus, dass die Flüsse hohe Meldestufen erreichen werden. So richtig aufatmen können die Bürger dort aber noch nicht. Denn eine Warnung vor Hochwasser im Landkreis Traunstein und Berchtesgadener Land gilt weiterhin bis Sonntagmittag. Auch die Hochwassergefahr in München und Umgebung ist noch nicht ganz gebannt. Der HND warnt weiterhin vor Hochwasser im Gebiet der Isar und der Loisach. Der Scheitel wird hier spätestens am Sonntagmorgen erwartet.

Die Warnung des DWD vor Dauerregen und Unwettern am zentralen und südöstlichen Alpenrand besteht ebenfalls weiter. Hier kann es lokal bis zu 80 Liter auf den Quadratmeter regnen. Die Warnung gilt noch bis Sonntagabend.

Unwetterwarnung für den Süden Bayerns

Erstmeldung vom 17. Juli, 14.12 Uhr: München - Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt deutlich mit einer Unwetterwarnung. Fast am gesamten Alpenrand ist mit Starkregen und Überflutungen zu rechnen. Während der DWD den Schwerpunkt eher im Chiemgau und im Berchtesgadener Land sieht, hat der Hochwassernachrichtendienst eher die Isar im Blick:

„Der Schwerpunkt der Niederschlagsvorhersagen schwankt derzeit zwischen den einzelnen Modellläufen und erschwert die Erstellung verlässlicher Wasserstandsvorhersagen. Nach aktuellen Prognosen liegt der Schwerpunkt im Isareinzugsgebiet mit entsprechend hohen zu erwartenden Pegelständen u.a. an unterer Isar, Loisach und Ammer.“

Hochwasserwarnung für Isar - Unwetterwarnung für diverse Regionen

Ob davon allerdings so viel in München ankommt, sei eher dahingestellt. Für eine Aussage für die Münchner Pegelstände muss man wohl das Wochenende abwarten. Prinzipiell driften die unterschiedlichen Wetter-Experten ungewöhnlich weit auseinander. Nicht nur auf behördlicher Seite, auch in den einschlägigen Wetter-Newsseiten. Gestern noch wurde an einer Stelle vor einem schlimmeren Hochwasser als an der Eifel gewarnt, heute (Samstag) entwarnen andere schon komplett, da das Hoch Dana die Wolken nur so wegfege. Bleibt wohl einfach abzuwarten.

Wetter-Warnung auch für München vor viel Starkregen

Aber auch beim München-Wetter gilt derweil übrigens auch eine Warnung vor markantem Wetter. Auch in München rechnet der DWD mit lang anhaltendem Dauerregen von bis zu 45 Liter pro Quadratmeter bis zum Sonntagmittag. Wer also generell bauliche Hochwasser-Gefahren im Haus hat - aufgepasst.

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