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Corona-Pandemie in Deutschland: Fast zwei Drittel der neuen Covid-19-Intensivpatienten ungeimpft

Fast zwei Drittel der neuen Covid-19-Intensivpatienten ungeimpft + Stiko-Chef gegen allgemeine Impfpflicht + Der Newsblog.
Live 23:04 Uhr
Virus-Variante jetzt vorherrschend : Omikron-Anteil in Deutschland steigt auf 73 Prozent

Fast zwei Drittel der neuen Covid-19-Intensivpatienten ungeimpft + Stiko-Chef gegen allgemeine Impfpflicht + Der Newsblog.

Tanja Kunesch
In einem Testzentrum wird ein Abstrich genommen.
In einem Testzentrum wird ein Abstrich genommen.Foto: Sina Schuldt/dpa

Omikron ist in Deutschland nun die vorherrschende Variante. Inzwischen liegt der bundesweite Anteil bei 73,3 Prozent, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht mitteilt. (mehr im Newsblog).

Mehr zur Corona-Pandemie:

  • Lesen Sie auch: Neun Tipps vom Arzt, um Corona besser zu überstehen (T+)
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13. Januar 2022 20:11
Julia Bernewasser
Omikron-Anteil steigt auf rund 73 Prozent Omikron ist in Deutschland nun die vorherrschende Variante. Inzwischen liegt der bundesweite Anteil bei 73,3 Prozent, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht  mitteilt. Die Verbreitung der über lange Zeit dominierenden Delta-Variante schrumpfte auf 25,9 Prozent. Vor einer Woche hatte das RKI den Omikron-Anteil in Deutschland noch auf 44,3 Prozent beziffert. Dabei steige die Ausbreitung in allen Bundesländern an und liege zwischen elf Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 96 Prozent in Bremen. 
Die Schwankungen und Unterschiede ergäben sich auch aus der unterschiedlichen Intensität von varianten-spezifischen Testungen in den einzelnen Bundesländern, der Verzögerungen in der labordiagnostischen Erfassung und Übermittlung, sowie der Ausbreitung ausgehend von Ballungsräumen. (Reuters)
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13. Januar 2022 23:04
Julia Bernewasser
Bundestag schafft Voraussetzungen für neue Quarantäne-Regeln Der Bundestag hat die Voraussetzungen für die Umsetzung der jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse zu neuen Quarantäne-Regeln geschaffen. Der Bundestag billigte am Donnerstag die am Mittwoch von der Bundesregierung beschlossene Schutzmaßnahmen-Ausnahmeverordnung, mit der der Rahmen für die geplanten Neuerungen gesetzt wird. In der Verordnung wird definiert, welche grundsätzlichen Ausnahmen es von Quarantäne und Isolation wegen Impfung oder Genesung gibt.

Umgesetzt werden müssen die neuen Quarantäne- und Isolationsregeln durch Länderverordnungen, die sich bereits in Vorbereitung befinden. Kontaktpersonen, die geboostert sind, sollen demnach künftig nicht mehr in Quarantäne gehen müssen. Für all jene, die nicht geboostert sind, sollen die Isolation wegen einer Infektion und die Quarantäne für Kontaktpersonen der Bund-Länder-Einigung zufolge in der Regel nach zehn Tagen enden. (dpa)

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13. Januar 2022 20:34
Tanja Kunesch
Jonas Gahr Støre ist Ministerpräsident von Norwegen.
Jonas Gahr Støre ist Ministerpräsident von Norwegen.   Bild: Reuters/Hakon Mosvold Larsen
Corona-Lockerungen in Norwegen - Alkoholausschank wieder erlaubt  
Norwegen lockert mehrere seiner vor gut einem Monat erlassenen Corona-Beschränkungen. Besonders im Sport und in der Kultur wird ab Freitag wieder mehr zugelassen, wie Ministerpräsident Jonas Gahr Støre am Donnerstagabend auf einer Pressekonferenz in Oslo sagte. Sportliche Aktivitäten im Freien für Kinder und Jugendliche können demnach wieder normal stattfinden. In Innenräumen wird für eine Gruppenanzahl von 20 Personen empfohlen, auch Kontaktsportarten sind dort wieder möglich. Erwachsenen können sich in überdachten Räumen mit bis zu 20 Personen treffen, sollten aber auf Abstand achten.
Darüber hinaus wird das seit vor Weihnachten geltende Ausschankverbot zurückgefahren: Restaurants und Kneipen dürfen zumindest wieder bis um 23.00 Uhr alkoholische Getränke an sitzende Gäste ausschenken. Die Teilnehmerzahl für Veranstaltungen in Innenräumen mit festen Sitzplätzen wird auf bis zu 200 Personen heraufgesetzt, ohne feste Plätze auf 30 drinnen und 200 draußen.
„Wir befinden uns in einer neuen Phase der Pandemie“, sagte Støre. Viel mehr Menschen seien geimpft als noch im Dezember, zudem sei eine große Anzahl Schnelltests angeschafft worden. Deshalb könne man mehrere der vor vier Wochen eingeführten Maßnahmen lockern. Zugleich dominiere die Omikron-Variante im Land. Die Neuinfektionszahlen stiegen und die Infektionsspitze stehe erst noch bevor, aber deutlich weniger würden ernsthaft krank, sagte Støre. Manche Beschränkungen müssten aber bleiben, um die Kontrolle über die Pandemie zu behalten. (dpa)
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13. Januar 2022 20:28
Tanja Kunesch
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban   Bild: Reuters/John Thys
Ungarn setzt auf vierte Corona-Impfung - Immer wieder Kritik an Orbans Umgang mit Pandemie  
Angesichts der rasanten Ausbreitung der Omikron-Variante des Coronavirus hat Ungarn die Verabreichung einer vierte Impfdosis für seine Bevölkerung beschlossen. Alle, die es wünschen, "werden nach ärztlichem Rat eine vierte Dosis erhalten können", kündigte der Kabinettschef von Ministerpräsident Viktor Orban am Donnerstag an. In Ungarn sind bislang rund 60 Prozent der 9,8 Millionen Einwohner mindestens zweimal geimpft.
Am Donnerstag meldeten die Behörden mehr als 9200 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden. In dem osteuropäischen Land starben seit Beginn der Pandemie über 40.000 Menschen in Folge einer Corona-Infektion - es handelt sich um eine der höchsten Sterblichkeitsraten der Welt.
Regierungschef Viktor Orban wird immer wieder für seinen laxe Handhabe der Pandemie kritisiert. Eine der wenigen derzeit geltenden Maßnahmen ist eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und geschlossenen Räumen, die allerdings kaum befolgt wird. (AFP)
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13. Januar 2022 18:30
Tanja Kunesch
Thomas Mertens ist Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko)
Thomas Mertens ist Vorsitzender der Ständigen Impfkommission (Stiko)   Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka 
Stiko-Chef Mertens lehnt allgemeine Corona-Impfpflicht ab - Kommissionsvorsitzender verteidigt Arbeit des Gremiums in der Pandemie  
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, lehnt eine allgemeine Corona-Impfpflicht ab. "Das spaltet die Gesellschaft, da wird zu viel Druck aufgebaut", sagte er den "Stuttgarter Nachrichten" und der "Stuttgarter Zeitung" (Freitagsausgaben). Er setze auf weitere Überzeugungsarbeit und Aufklärung zur Impfung.
Es sei im Falle einer Impfpflicht nicht unbedingt zu erwarten, dass das "anvisierte Ziel auch wirklich erreicht werden kann", fügte Mertens hinzu. Eine gesetzliche Impfpflicht sei nur so viel wert, wie sie effektiv umgesetzt werden könne. "Was machen Sie mit jenen, die sich weigern?", fragte der Virologe. Diese Menschen würden sich womöglich auch von einem Bußgeld nicht umstimmen lassen. Außerdem könne selbst eine schnelle Impfpflicht die aktuelle Corona-Welle nicht brechen.
Mertens verteidigte zugleich die Arbeit der Stiko in der Pandemie. "Wir haben keine inhaltlichen Fehler gemacht, wir entscheiden nicht auf der Grundlage von Meinungen, sondern aufgrund sorgfältiger Bewertung aller verfügbaren Daten und Erkenntnisse", sagte er.
Die Stiko und ihr Vorsitzender waren immer wieder in die Kritik geraten wegen zurückhaltender und im internationalen Vergleich später Empfehlungen für Impfungen von Kindern oder Schwangeren sowie zum Zeitpunkt für Booster-Impfungen. (AFP)
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13. Januar 2022 17:44
Tanja Kunesch
Die Skulptur des Grimme-Preises.
Die Skulptur des Grimme-Preises.   Bild: TSP/Manfred Thomas
Grimme-Preisverleihung erneut wegen Corona verschoben  
Die 58. Grimme-Preisverleihung wird wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr verschoben - von Anfang April auf den 26. August. Das teilte das Grimme-Institut am Donnerstag mit. Das Institut hoffe, im Spätsommer „mit allen Preisträgerinnen und Preisträgern und mit Publikum im Theater Marl feiern zu können - im Einklang mit den dann gültigen Auflagen des Gesundheitsschutzes“, sagte Geschäftsführerin Frauke Gerlach. Die Nominierungen sollen am 23. Februar bekanntgegeben werden, die Namen der Preisträgerinnen und Preisträger im Juni 2022.
Die Preisverleihung hatte 2021 ebenfalls erst Ende August in Marl stattgefunden, 2020 gab es wegen der Pandemie keine Präsenzveranstaltung. (dpa)
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13. Januar 2022 17:39
Tanja Kunesch
Zahl der Corona-Neuinfektionen in Griechenland sinkt  
In Griechenland ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen am Donnerstag erneut gesunken. Die Gesundheitsbehörde zählte 20.409 neue Fälle binnen 24 Stunden - noch vor knapp zwei Wochen war wegen der Omikron-Variante ein Höchststand von mehr als 50.000 Neuinfektionen an einem Tag verzeichnet worden. Die griechischen Experten sind sich derzeit aber uneins, ob die Spitze der Omikron-Welle schon überschritten ist oder ein neuerlicher Anstieg droht. Einige argumentieren zudem, dass längst nicht alle Fälle dokumentiert würden und die Fallzahlen viel höher lägen.
Fest steht, dass die Krankenhäuser trotz der hohen Neuinfektionszahlen bisher noch nicht ans Limit gekommen sind. Der Molekularbiologe Giannis Prassas warnt, dass der Druck auf die Krankenhäuser in den nächsten Tagen aber zunehmen wird. (dpa)
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13. Januar 2022 17:33
Tanja Kunesch
Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne)
Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne)   Bild: dpa/Michael Kappeler 
Claudia Roth nach Corona-Erkrankung in Quarantäne  
Kulturstaatsministerin Claudia Roth ist an Corona erkrankt. Roth befände sich in Quarantäne, bestätigte ein Sprecher am Donnerstag in Berlin. Die CSU-Abgeordnete Dorothee Bär hatte im Bundestag gesagt, die Grünen-Politikerin sei in Quarantäne. Zuvor hatte es aus dem Kanzleramt auf Nachfrage keine Informationen zur Art der Erkrankung Roths gegeben. Ihr gehe es den Umständen entsprechend gut, hieß es nun. (dpa)
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13. Januar 2022 17:31
Tanja Kunesch
Die Notaufnahme des St. Thomas' Krankenhaus in London.
Die Notaufnahme des St. Thomas' Krankenhaus in London.   Bild: AFP/Justin Tallis
In Großbritannien warten derzeit sechs Millionen Menschen darauf, ins Krankenhaus zu kommen – so viele wie noch nie
Großbritanniens Krankenhäuser sind mehr als überlastet: Wie der britische Nachrichtensender BBC berichtet, befinden sich sechs Millionen Menschen auf einer Warteliste für ein Krankenhaus. Einer von 20 wartet bereits seit über einem Jahr auf einen Routine Eingriff wie eine Operation am Knie oder der Hüfte. Diese Zahlen beziehen sich auf Ende November, bevor die Omikron-Variante das Land überrollte.
Im Dezember mussten 27 Prozent der Patienten über vier Stunden in der Notaufnahme ausharren, bis sie an der Reihe waren – ein weiterer Rekord. 
Auch die vielen Notrufe erzeugten längere Wartezeiten: Durchschnittlich ist ein Krankenwagen in neun Minuten da, wenn eine lebensbedrohliche Situation besteht. Das Ziel wäre sieben Minuten. 
Ebenso verhält es sich bei Notfällen wie Schlaganfällen und Herzinfarkten: Es dauert derzeit mehr als 53 Minuten – es sollten hingegen weniger als 18 sein
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13. Januar 2022 16:58
Julia Weiss
Fast zwei Drittel der neuen Covid-19-Intensivpatienten ungeimpft
Ungeimpfte machen aktuell den überwiegenden Anteil aller COVID-19-Aufnahmen auf Intensivstationen aus. Zwischen dem 14. Dezember 2021 und dem 12. Januar 2022 seien fast zwei Drittel (62 Prozent) der COVID-19-Neuaufnahmen mit bekanntem Impfstatus ungeimpft gewesen, teilen das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Deutsche Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) mit. Rund 9,6 Prozent hätten einen unvollständigen Immunschutz (Genesen ohne Impfung bzw. Teil-Immunisierung) aufgewiesen. 28,4 Prozent der Covid-19-Aufnahmen auf Intensivstationen hatte demnach einen vollständigen Impfschutz (Grundimmunisierung oder Booster), der Anteil mit Boosterimpfung habe dabei etwa 5,8 Prozent betragen. 
RKI und DIVI weisen darauf hin, dass die ausgewerteten Daten in dieser Form nicht geeignet seien, die Wirksamkeit der Impfung einzuschätzen. Dafür müssten die Daten unter anderem in ein Verhältnis mit der Entwicklung der allgemeinen Impfquote der Bevölkerung gesetzt werden. In Deutschland hatten bis Donnerstag 72,3 Prozent der Bevölkerung eine vollständige Grundimmunisierung erhalten.
Bei den geimpften Intensivpatienten handelt es sich Medizinern zufolge oft um Vorerkrankte oder sehr alte Menschen. Außerdem lässt der Schutz der Impfung nach einiger Zeit nach. Auch das erklärt, wieso Menschen trotzdem so schwer erkranken, dass sie auf der Intensivstation behandelt werden müssen.  (Tsp, Reuters, dpa)
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13. Januar 2022 16:41
Julia Weiss
Nicht mehr dabei: Christin Okpara
Nicht mehr dabei: Christin Okpara   Bild: Imago
RTL tauscht Dschungel-Kandidatin wegen „Unstimmigkeiten zum Impfstatus“ aus Die Witwe von Schauspieler Willi Herren, Jasmin Herren, zieht als Ersatzkandidatin ins RTL-Dschungelcamp ein. Sie beerbt Kuppelshow-Teilnehmerin Christin Okpara, bei der sich laut RTL „Unstimmigkeiten zum Impfstatus“ ergeben hätten. Diese seien „in der Kürze der Zeit nicht mehr zu klären“, wurde RTL-Unterhaltungschef Markus Küttner am Donnerstag auf RTL.de zitiert. Die Unstimmigkeiten reichten für den Sender, um Konsequenzen zu ziehen, so Küttner. Die Dschungel-Show „Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!“, soll am 21. Januar starten.

Die 15. Staffel der Reality-Show entsteht coronabedingt diesmal in Südafrika statt wie früher in Australien. Laut RTL.de ist Jasmin Herren bereits vor Ort. Was genau bei Christin Okparas Impfstatus im Argen liegen soll, blieb zunächst unklar. Laut RTL.de ist eine Impfung gegen das Coronavirus keine Voraussetzung für die Teilnahme an der Show: „Voraussetzung sind ein negativer PCR-Test und die vorgeschriebene Quarantäne.“ (dpa)

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13. Januar 2022 16:06
Julia Weiss
Arme Länder weisen Millionen Impfspenden mit kurzer Haltbarkeit abNeuer Rückschlag für die Corona-Impfkampagne in ärmeren Ländern: Dort wurden nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef im Dezember mehr als 100 Millionen aus dem Ausland gespendete Impfdosen abgelehnt. Grund sei vor allem, dass die Präparate nur noch eine kurze Haltbarkeitsdauer hätten, erklärte die Chefin der Unicef-Versorgungsabteilung, Etleva Kadilli, am Donnerstag vor Abgeordneten des Europa-Parlaments. So seien von den 15 Millionen abgelehnten Dosen aus der EU drei Viertel Astrazeneca-Mittel mit einer Haltbarkeit von weniger als zehn Wochen nach geplanter Auslieferung gewesen. Manche Länder seien auch gezwungen, Lieferungen zu verschieben, weil schlicht Kühlschränke für die Aufbewahrung von Vakzinen fehlten.

Wie viele Impfdosen insgesamt zurückgewiesen wurden, war bei Unicef zunächst nicht in Erfahrung zu bringen. Doch die Zahlen allein aus dem vergangenen Monat zeigen die Schwierigkeiten der Immunisierungskampagnen in ärmeren Ländern, selbst wenn dort inzwischen mehr Impfdosen erhältlich sein könnten. Nach der Zulassung der ersten Impfstoffe hatten sich die Industrieländer zunächst selbst große Kontingente gesichert. Laut der Impfstoffallianz Gavi, die das Covax-Programm für einen weltweit gerechten Zugang zu Impfstoffen mitbetreut, sind über diesen Kanal inzwischen 989 Millionen Impfdosen in 144 Länder geliefert worden. Doch viele bleiben auch ungenutzt, unter anderem weil es an Infrastruktur und medizinischem Personal fehlt. (dpa)

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13. Januar 2022 16:00
Julia Weiss
Bild: Bernd von Jutrczenka/dpa
Vorsitzende des Ethikrats sieht Bedingungen für Impfpflicht noch nicht erfüllt Die Vorsitzende des Deutschen Ehtikrats, Alena Buyx, sieht die von dem Gremium gestellten Bedingungen für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht bisher nicht gegeben. "Wir haben der Politik ins Aufgabenheft geschrieben, was alles gemacht werden müsste, bevor eine Impfpflicht kommen könnte: Man müsste zum Beispiel noch viel mehr niedrigschwellige, flächendeckende Impfangebote haben", sagte sie dem "Spiegel". "Eine echte zielgruppenspezifische Strategie aber wurde bislang versäumt."

Nötig seien auch eine dauerhafte Impf-Infrastruktur, sehr viel gute Beratung und noch einiges mehr. "Es gibt also eine ganze Reihe von Bedingungen oder flankierenden Maßnahmen, die zwingend sind, bevor es aus unserer Sicht zu einer Impfpflicht kommen könnte", sagte Buyx.

Die neue Omikron-Variante habe bei der Stellungnahme noch nicht richtig mit einbezogen werden können, sagte Buyx nun dem "Spiegel". "Wir haben im Kern unter den Bedingungen der Delta-Variante geschrieben." Die normativen Argumente an sich blieben aber gleich. Wenn sich Faktenlage und Situation allerdings deutlich änderten, müsse man sich "normative Einschätzungen, wie man sie getroffen hat, noch einmal neu anschauen", sagte Buyx weiter. "Alles andere wäre unverantwortlich." (AFP)

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13. Januar 2022 15:10
Julia Weiss
Bild: Imago/Armin Rauthner
Snowboarderin riskiert Olympia-Start wegen fehlender Corona-Impfung Die österreichische Snowboard-Spezialistin Claudia Riegler lehnt eine Corona-Impfung ab und riskiert daher ihren Start bei den Olympische Winterspielen in Peking. Ende Dezember hatte die 48 Jahre alte Salzburgerin eine Covid-19-Erkrankung überstanden, derzeit möchte sie sich keiner Impfung unterziehen, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA am Donnerstag. Dies wäre nach Maßgabe des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) gleichbedeutend mit einem Olympia-Verzicht.

Das ÖOC-Präsidium habe von Riegler bis zum 23. Januar einen Antikörper-Test und eine Teil-Impfung verlangt. „Schon jetzt hat Claudia Riegler uns mitgeteilt, dass sie diesen Auflagen nicht nachkommen wird“, erklärte ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel am Donnerstag. Das ÖOC hatte festgelegt, „aus Gründen der Sicherheit und Gesundheit der Delegationsmitglieder nur geimpfte Personen für die Teilnahme in Peking in Betracht zu ziehen“.

Riegler, die ab Freitag beim Parallel-Weltcup-Riesentorlauf auf der Simonhöhe in Kärnten am Start ist, hat allerdings noch Chancen auf einen Peking-Start - wenn sie entsprechende Vorgaben erfüllt: einen Antikörpertest (am kommenden Montag) und eine Teilimpfung (zwischen dem 22. und 24. Januar). Dies teilte der Sportliche Leiter im ÖSV für Snowboard, Christian Galler, der APA mit. (dpa)

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13. Januar 2022 14:33
Sven Lemkemeyer
Gesundheitsminister von Frankreich: Olivier Véran.
Gesundheitsminister von Frankreich: Olivier Véran.   Bild: Bertrand Guay/AFP
Französischer Gesundheitsminister Véran infiziert
Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daher begebe er sich in Quarantäne und setze seine Arbeit aus der Distanz fort, teilte der 41-Jährige am Donnerstagmittag mit. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus dem Umfeld des Ministers erfuhr, nahm Véran den Corona-Test nach dem Auftreten leichter Symptome vor.
Die Fallzahlen in Frankreich sind in den vergangenen Wochen in die Höhe geschnellt. Die Omikron-Variante des Coronavirus ist mittlerweile vorherrschend im Land. Am Mittwoch wurden knapp 362.000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages vermeldet. Der Inzidenzwert lag landesweit zuletzt bei 2811 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. (dpa)
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13. Januar 2022 14:27
Sven Lemkemeyer
Bild: Hubertus Heil (SPD) hatte Kontakt zu einer positiv getesteten Person.
Arbeitsminister Heil nach Risikokontakt in häuslicher Quarantäne
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) ist wegen des Kontakts zu einer positiv getesteten Person in häuslicher Quarantäne. Das sagt Kerstin Griese, parlamentarische Staatssekretärin im Arbeitsministerium. Heil kann damit seine Pläne für die laufende Amtszeit nicht selbst im Bundestag vorstellen. (Reuters)
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13. Januar 2022 14:25
Sven Lemkemeyer
Hamburger Polizei verbietet Impfgegner-Demo
Die Polizei Hamburg hat eine für Samstag geplante Demonstration von Impf- und Corona-Maßnahmen-Gegnern untersagt. Die Entscheidung sei angesichts der drastischen Steigerung der Corona-Zahlen aus Infektionsschutzgründen gefallen, sagte Polizeisprecher Holger Vehren am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Da es sich bei einem großen Teil der zu erwartenden 11.000 bis 15.000 Teilnehmer um Impfgegner handele, sei nicht zu erwarten, dass Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten würden.
Die Gesundheitsbehörde, mit der sich die Polizei bei der Entscheidung eng abgestimmt habe, sei zu der Einschätzung gekommen, dass Versammlungen unter den gegenwärtigen Umständen nur dann zu verantworten seien, wenn alle Teilnehmer Masken trügen. „Das ist bei dieser Versammlung in der Vergangenheit nicht passiert und auch nicht zu erwarten“, sagte er.

Die samstäglichen Demos in der Innenstadt haben seit Dezember deutlich Zulauf. Am vergangenen Samstag gingen knapp 14.000 Impfgegner und Corona-Zweifler auf die Straße. Eine ebenfalls für Samstag angemeldete Gegendemonstration unter dem Motto „Solidarität und Aufklärung statt Verschwörungsideologien“ dürfe hingegen stattfinden. „Die werden Maske tragen, davon gehen wir aus“, sagte Vehren. (dpa)

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13. Januar 2022 13:46
Sven Lemkemeyer
Eine Zwölfjährige erhält beim Hausarzt eine Corona-Schutzimpfung.
Eine Zwölfjährige erhält beim Hausarzt eine Corona-Schutzimpfung.   Bild: Oliver Berg/dpa
Stiko empfiehlt Booster-Impfung für alle ab zwölf Jahren
Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt angesichts der rasanten Verbreitung der Omikron-Variante nun auch allen Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren eine Covid-19-Auffrischimpfung. Die dritte Impfdosis mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer sollte in einem Mindestabstand von drei Monaten zur vorangegangenen Impfung verabreicht werden, teilte die beim Robert-Koch-Institut angesiedelte Stiko am Donnerstag mit. Der Schutz vor einer Corona-Infektionen durch die derzeit verfügbaren Impfstoffe nehme auch in der Altersgruppe der zwölf- bis 17-Jährigen nach wenigen Monaten ab. Bei der Omikron-Variante sei die Wirksamkeit der Impfung zudem deutlich geringer. Bisher hatte die Stiko eine Booster-Impfung nur allen Erwachsenen ab 18 Jahren empfohlen. (Reuters)
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13. Januar 2022 13:40
Sven Lemkemeyer
Bundestagsabgeordneter der CDU: Tino Sorge.
Bundestagsabgeordneter der CDU: Tino Sorge.   Bild: Michael Kappeler/dpa
CDU-Politker Sorge wirft Gesundheitsminister „dröhnendes Schweigen“ bei wichtigen Fragen vor
Oppositionspolitiker im Bundestag haben Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) für den Corona-Kurs der Regierung kritisiert. Diese mache keine Politik der ruhigen Hand, sondern eine „Politik der eingeschlafenen Füße“, sagte der CDU-Abgeordnete Tino Sorge am Donnerstag in der Debatte über die Gesundheitspolitik der Ampel-Koalition.
Er warf Lauterbach „dröhnendes Schweigen“ bei wichtigen Fragen vor, etwa dazu, welches primäre Ziel mit einer Impfpflicht erreicht werden solle oder wie die angestrebten weiteren 30 Millionen Impfungen bis Ende Januar geschafft werden sollen. „Das wird nicht erreichbar sein“, sagte Sorges Fraktionskollege Sepp Müller (CDU).

Die AfD erneuerte ihre grundsätzliche Kritik an den bestehenden Corona-Maßnahmen und den neuen Corona-Regeln im Bundestag. Die Gesundheitspolitik müsse endlich wieder die Gesundheit der Menschen im Fokus haben, sagte der Abgeordnete Martin Sichert. „Mit 2G plus setzen sie den Bundestag mit einer Kneipe gleich und sagen zugleich, dass er kein Arbeitsplatz ist, denn am Arbeitsplatz gilt 3G.“

Man werde ihn an den großen öffentlichen Erwartungen messen, mit denen er ins Amt getragen wurde, sagte die Linken-Abgeordnete Kathrin Vogler in Richtung des Gesundheitsministers. Sie kritisierte, dass die Bundesregierung „mit großem Bohei“ eine Corona-Prämie für Pflegekräfte angekündigt habe, aber nun „erstmal langwierig herausfinden möchte, wer denn überhaupt genug belastet war, um die überhaupt verdient zu haben“. (dpa)

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13. Januar 2022 13:14
Sven Lemkemeyer
Ein DRF-Hubschrauber landet.
Ein DRF-Hubschrauber landet.   Bild: Wolfgang Bauer/DRF Luftrettung/dpa
2021 flog DRF Luftrettung 881 Covid-19-Intensivpatienten
Insgesamt 38.076 Mal sind im vergangenen Jahr die Hubschrauber und Flugzeuge der DRF Luftrettung in Deutschland alarmiert worden. Das waren vier Prozent oder fast 1500 Einsätze mehr als im Vorjahr, wie die Luftretter am Donnerstag in Filderstadt mitteilten. Im Pandemiejahr 2021 absolvierten die DRF-Piloten auch 881 Intensivtransporte von Covid-19-Patienten zwischen verschiedenen Kliniken.
Am häufigsten wurden die Besatzungen zu Patienten mit Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall gerufen sowie zu Unfällen und Stürzen. An drei Standorten gibt es zudem Hubschrauber mit Rettungswinde - diese waren im vergangenen Jahr 118 Mal im Einsatz, um Patienten auch in schwer zugänglichem Gelände schnell notärztlich zu versorgen und auszufliegen.

Darüber hinaus holt die DRF Luftrettung mit eigenen Ambulanzflugzeugen Patientinnen und Patienten aus dem Ausland zurück. Die beiden Ambulanzflugzeuge nahmen im vergangenen Jahr demnach 242 Rückholungen vor. Die Piloten flogen dabei 69 Länder an und legten eine Strecke von insgesamt 828.570 Kilometern zurück.

Die DRF Luftrettung ist nach eigenen Angaben eine der größten Luftrettungsorganisationen Europas. An bundesweit 29 Stationen ist die gemeinnützige Organisation in der Notfallrettung im Einsatz, an elf davon rund um die Uhr. (AFP)

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13. Januar 2022 13:08
Sven Lemkemeyer
Lauterbach hält „Omikron-Wand" durch Booster-Impfungen für abwendbar
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat angesichts stark zunehmender Corona-Infektionen eindringlich zu weiteren Impfungen aufgerufen. Für jeden, der eine Booster-Impfung möchte, stehe der Impfstoff zur Verfügung, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im Bundestag. „Durch diese Kampagne kann es gelingen, aus der Wand der Omikron-Welle einen steilen Hügel zu machen oder zumindest die Höhe der Wand zu begrenzen.“ In beiden Fällen rette dies Menschenleben und helfe, das Gesundheitssystem zu schützen, so dass etwa auch Krebs- und Herzpatienten immer gut versorgt würden.

Lauterbach warb erneut auch für die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht. Dies sei „der sicherste und schnellste Weg aus der Pandemie heraus.“ Langfristig sei dies nur möglich, „wenn der allergrößte Teil der Bevölkerung so geimpft ist, dass schwere Verläufe auch mit neuen Varianten des Coronavirus nicht mehr erwartet werden können.“ Denn es müsse auch in Zukunft mit gefährlichen und besonders ansteckenden Varianten gerechnet werden. Daher solle eine Impfpflicht eingeführt werden - gründlich, aber zeitlich so, dass nicht ein viertes Pandemie-Jahr so eröffnet werden müsse wie jetzt. (dpa)

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