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Letztlich unter 15.300er-Marke: Neue Corona-Mutation beschert DAX schwarzen Freitag

Eine neue und möglicherweise gefährlichere Coronavirus-Mutation im südlichen Afrika trieb die Anleger vor dem Wochenende in die Flucht.
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Der DAX wird am Freitag von den Sorgen vor einer neuen COVID-19-Variante belastet. Er startete 3,35 Prozent im Minus bei 15.383,90 Punkten. Kurz danach erreichte er sein vorläufiges Tagestief, allerdings hielt dies nur bis kurz vor Handelsende. Schlussendlich verlor der deutsche Leitindex 4,15 Prozent auf 15.257,04 Zähler (heutiger Tiefststand: 15.244,46 Einheiten).

Damit erweisen sich jüngsten Stabilisierungsversuche als Strohfeuer, die Kurskorrektur von der jüngsten wochenlangen Kursrally geht mit beschleunigten Tempo weiter. Die wieder verschärfte Corona-Lage und die Konjunktursorgen hatten bereits Ende vergangener Woche für eine Zäsur gesorgt, nachdem der Dax im Zuge der Berichtssaison immer neue Hochs markiert hatte.

Ernstzunehmende Konsolidierung

Laut Charttechnikexperte Andreas-Büchler von Index Radar haben sich damit anfänglich "harmlose" Gewinnmitnahmen inzwischen in eine Ernst zu nehmende Konsolidierung verwandelt. Er hält sogar einen Rutsch bis auf 14.800 Punkte nicht für ausgeschlossen, womit sich die Gewinne der jüngsten Aufwärtsbewegung in Luft auflösen würden.

Neue Corona-Variante lässt tiefe Sorgenfalten auftauchen

Experten befürchten nun, dass die Virus-Variante B.1.1.529 wegen ihrer vielen Mutationen auch den Schutzschild der Impfstoffe leichter durchdringen könnte. Der Mainzer Impfstoffhersteller BioNTech schaut sich die neue Variante aktuell an und rechnet spätestens in zwei Wochen mit Erkenntnissen.

Erste Länder wie Großbritannien und Israel schränkten bereits vorsorglich den Flugverkehr in die Staaten der Region ein und weitere Länder dürften folgen. Deutschland wird Südafrika ab der Nacht zu Samstag zum Virusvariantengebiet erklären, womit Fluggesellschaften nur noch deutsche Staatsbürger nach Deutschland befördern dürfen. Unterdessen wurde in Belgien bereits bei einem Reisenden die Mutation nachgewiesen.

Redaktion finanzen.net / dpa-AFX

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