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Europa League: Grazer verlieren trotz 1:0-Führung gegen Sporting ...

Beim ersten Europa-League-Abend der Saison gingen die Grazer zunächst in Führung – und dann doch leer aus. Sporting aus Lissabon siegt mit 2:1 gegen die österreichische Mannschaft.

Beim ersten Europa-League-Abend der Saison gingen die Grazer zunächst in Führung – und dann doch leer aus. Sporting aus Lissabon siegt mit 2:1 gegen die österreichische Mannschaft.

Der erste Europa-League-Abend der Saison hat den Fußball-Vizemeister Sturm Graz frustriert zurückgelassen. „Es ist bitter, wenn man in Zuhause 1:0 führt und das Spiel aus der Hand gleiten lässt. Es wäre mehr drin gewesen“, sagt Kapitän Stefan Hierländer nach der 1:2-Niederlage gegen Sporting aus Lissabon. Der 19-fache portugiesische Meister holte die ersten drei Punkte in der Gruppe letztlich im Stile einer Klassemannschaft.

Bis zur 84. Minute ließ Sporting die 13.517 Sturm-Fans im Stadion und jene an den TV-Geräten mit einer Überraschung spekulieren. Die „Leões“ (Löwen) schienen zähmbar, doch nach „zwei Unachtsamkeiten“ (Jon Gorenc-Stankovic) blickten hauptsächlich bedrückte Gesichter ins Stadionrund. Viktor Gyökeres (75.) und Ousmane Diomande (84.) ließen sich für einen Abstauber und einen abgefälschten Schuss feiern. „Wir müssen fokussierter in diesen Spielen gegen große Gegner sein“, forderte William Böving, der zwischenzeitlich für ausgelassene Stimmung im Sturm-Lager gesorgt hatte (58.). „Es ist frustrierend, statt mit einem Sieg jetzt mit Nichts dazustehen.“

Steirer entscheiden Mehrheit der Zweikämpfe für sich

Österreichs Vizemeister zeigte eine aufopferungsvolle Darbietung, erwischte aber nicht jenen, vom Trainer oft zitierten „Sterntag“. 7:14 Torschussversuche, 2:7 Schüsse aufs Tor, 5:1 Paraden und klar weniger Ballbesitz schilderte die Statistik aus Sturm-Sicht aus. Dass die Steirer die Mehrheit der Zweikämpfe für sich entschieden, änderte am Ausgang nichts. „Wir haben über lange Zeit des Spiels sehr vieles richtig gemacht. Ich hatte in der Phase um die 70. das Gefühl, dass wir das Spiel gewinnen können. Dann bekommen wir aus zwei Unachtsamkeiten diese zwei Gegentore“, so Trainer Christian Ilzer.

Die vorzeitigen Auswechslungen der Schlüsselspieler Manprit Sarkaria und Otar Kiteishvili überraschten. Der Sturm-Trainer begründete sie mit den hohen Belastungen in den vergangenen Tagen. Kiteishvili, dem nach einem Zweikampf die Luft weggeblieben war, gab im Anschluss selbst Entwarnung. Und Sarkaria war „lange verletzt“, wie Ilzer erinnerte. „Er hat seine Highlightmomente, aber jetzt ist wichtig, dass wir ihn von der Substanz her nicht abschießen.“ Der Cupheld vom Mai soll gegen Rapid am kommenden Sonntag entsprechend fit sein.

Tormann-Riese Kjell Scherpen schloss zunächst nahtlos mit „zwei Wunderparaden“ (Ilzer) an seine starke Leistung gegen Salzburg an, patzte aber vor dem 1:1 entscheidend. „Wir haben das als Mannschaft nicht verdient“, hielt der Niederländer fest. Sein Befund mag aktuell auch für die Arbeitsbedingungen gelten. Der Rasen im Stadion präsentierte sich in einem fürchterlichen Zustand. „Der gegnerische Trainer hat die Stimmung mit der in Frankfurt verglichen. Wenn man weiß, was dort los ist, ist das eine Riesenauszeichnung“, nahm Ilzer die lieben Worte seines Gegenüber Ruben Amorim auf. „Auf der großartigen Plattform Europa League bereits nach dem Aufwärmen das gesamte Spielfeld voller Erdhügel zu haben, ist natürlich nicht dem würdig, was wir in Graz bieten wollen.“

Erregung über Spielrasen

Kurz nachdem Jürgen Klopp den Linzer Rasen beim Liverpool-Gastspiel abschätzig als „Wiese“ bezeichnete, wurde auch in Graz die dortige Spielfläche kopfschüttelnd kommentiert. Er hoffe, „dass die nächste Länderspielpause genützt wird, um den Rasen zu tauschen“, appellierte Ilzer in Richtung der Stadionverwaltung. Weil die Merkur Arena im Besitz der Stadt Graz steht, ist Sturm nur Bittsteller. Ilzer: „Von der Bundesliga und auch von der UEFA jetzt hat es den dringlichen Hinweis gegeben, dass etwas passieren muss.“

Amorim lächelte eine entsprechende Frage höflich weg, sprach erst auf Nachfrage von „schwierigen“ Verhältnissen. Schon am Vorabend hatte die Sporting-Abordnung eher ungläubig das Feld inspiziert. Bei einer Niederlage hätte sich Amorim wohl weniger zurückhaltend geäußert. Sportlich tilgte Sporting einen weiteren, lange schwarzen Fleck. Unter dem 38-Jährigen hat der Traditionsclub erstmals in Deutschland und nun - im siebenten Anlauf - auch in Österreich gewonnen. Als höflicher Gast lobte Amorim neben der Stimmung auch das Umschaltspiel und die Standardstärke von Sturm.

Jene Tugenden dürfen die Grazer in zwei Wochen bei Rakow Czestochowa wieder zur Schau stellen. Der polnische Meister unterlag Atalanta aus Bergamo mit 0:2. Böving erinnerte vorsorglich an das große Grazer Ziel. (APA).

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