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Aberglaube: Warum Freitag, der 13. als Unglückstag gefürchtet wird

Es ist wieder einmal so weit: An diesem Freitag blicken einige Menschen mit sorgenvoller Miene in ihre Kalender, sehen darin Anlass für flaue Mägen und ängstliche Rundumblicke. Denn es ist Freitag, der 13.

Es ist wieder einmal so weit: An diesem Freitag blicken einige Menschen mit sorgenvoller Miene in ihre Kalender, sehen darin Anlass für flaue Mägen und ängstliche Rundumblicke. Denn es ist Freitag, der 13. – übrigens der einzige Freitag, der 13. in diesem Kalenderjahr. Wer abergläubisch ist, fühlt sich an diesem Tag unwohl, befürchtet gar ein Unglück – aber warum eigentlich? Die RegionalMedien sind dem vermeintlichen Unglücksdatum auf den Grund gegangen, haben sich angesehen, was es damit auf sich hat und ob es tatsächlich Anlass zur Beunruhigung gibt. ÖSTERREICH. Fällt der Freitag auf den 13. Tag eines Monats, bedeutet das für einige Menschen "Vorsicht". Im Aberglauben gilt das in unregelmäßigen Abständen wiederkehrende Datum als Unglückstag. Für die irrationale Furcht vor diesen speziellen Freitag gibt es sogar einen psychologischen Fachbegriff. Die als Paraskavedekatriaphobie bezeichnet Angst vor Freitagen, die auf einen 13. fallen, kann sogar so weit führen, dass davon betroffene Menschen Reisen und Termine absagen und sich an dem Tag nicht aus dem Bett trauen. Dennoch, jedes Jahr muss es zumindest einen solchen Freitag geben – bis zu drei kann es geben. An dieser Stelle dürfen die ersten schon einmal etwas aufatmen: Für das Jahr 2022 war es das dann mit solchen Freitagen, andere kommen heuer nicht mehr.

Auch schwarze Katzen haben bei abergläubischen Menschen keinen leichten Stand.

Es gibt zahlreiche Deutungsversuche, warum Freitag, der 13. als Unglückstag gilt. Einer davon beruht darauf, dass sowohl der Wochentag als auch die Zahl bereits seit langer Zeit als Symbole für Unheil galten. Beginnen wir mit der Zahl:

Für die einen Glücks-, für die anderen Unglückszahl

Mathematisch gesehen hat die 13 ihren schlechten Ruf womöglich deshalb, weil sie nicht in das Duodezimalsystem, das Mengen, Maße und Entfernungen in Zwölferschritte einteilt, passt. Deshalb sagen wir auch ein Dutzend und meinen damit 12 Stück von etwas. Außerdem folgt die 13 unmittelbar auf die 12 und damit auf eine in vielen Kulturen besonders heiligen Zahl. So gibt es beispielsweise 12 Tierkreiszeichen, 12 Monate und 12 Apostel.

Auch in der nordischen Mythologie gilt die 13 als unheilvoll. Der Sage nach saßen zwölf Götter zusammen, um den Tod des Gottes Baldur zu betrauern, als mit Loki, dem zwielichtigen Feuergott, der 13. eintrat. Nicht nur hatte Loki Baldurs Tod zu verantworten, er verspottet die anderen Götter auch noch, woraufhin ihn diese an einen Felsen fesselten. Dies erzürnte Loki dermaßen, dass er Rache schwor und den Weltuntergang einleitete.

Aber nicht überall ist die 13 als unheilvolle Zahl gefürchtet. In der jüdischen sowie der japanischen Tradition gilt sie als ausgesprochene Glückszahl.   

Der "Schwarze Freitag" an einem Donnerstag

Dem Neuen Testament zufolge wurde Jesus Christus an einem Freitag gekreuzigt – folglich auch der Karfreitag als Gedenktag und das von manchen Katholiken erbrachte Freitagsopfer in Form eines Fasttages. Bei den Protestanten galt der Freitag hingegen lange als Glückstag und dementsprechend als besonders guter Termin zum Heiraten.

Auch der als "Schwarzer Freitag" bezeichnete amerikanische Börsencrash von 1929 soll mit dem abergläubischen Denken in Zusammenhang stehen. Dabei begann der Finanz-Zusammenbruch eigentlich an einem Donnerstag. Aufgrund der Zeitverschiebung war in Europa bereits der Freitag angebrochen – so brannte sich das Ereignis in Folge als "Schwarzer Freitag" ins kollektive Gedächtnis ein.

Was sich bereits bei der Zahl zeigte, bestätigt sich also auch beim Tag: Was für die einen ein Unglückstag ist, ist für die anderen ein Glückstag. Aber Glückszahlen hin, Unglückstage her – was sagt die Statistik eigentlich über Freitag, den 13.?

Freitagsverkehr

Wie der ÖAMTC gegenüber den RegionalMedien ausführt, gibt es an Freitagen, die auf den 13. fallen, im Vergleich zu anderen Tagen zwar eine geringfügige Erhöhung der Unfälle, signifikant sei das aber nicht. Auch beim Vergleich mit anderen "normalen" Freitagen zeichnen die Statistiken keineswegs das Bild eines außergewöhnlichen Unglückstags – im Gegenteil: In den Jahren 2012 bis 2020 gab es an "normalen" Freitagen im Durchschnitt weniger Schwerverletzte als an Freitagen, die auf einen 13. fielen.

Abgesehen davon sei der Freitag ein Tag, an dem auf Österreichs Straßen generell viel los ist, erklärt die Verkehrsexpertin des ÖAMTC. Hinzu komme das Wetter, die Straßenbedingungen und andere Faktoren, die wiederum nichts mit dem Wochentag an sich zu tun hätten. Menschen, die das Datum fürchten, können also erneut beruhigt aufatmen: Das Unfallrisiko ist an einem Freitag, den 13. nicht signifikant höher als anderen Tagen im Jahr – aber Vorsicht im Straßenverkehr ist ohnehin immer und an jedem Wochentag geboten.

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