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News | APA

Der Ausfallsbonus wird für alle Unternehmen gelten, die direkt oder indirekt wegen Geschäftsschließungen keinen Umsatz machen können.

Der Aus­falls­bo­nus wird für alle Unter­neh­men gel­ten, die direkt oder indi­rekt wegen Geschäfts­schlie­ßun­gen kei­nen Umsatz machen kön­nen. Die Hälf­te der Unter­stüt­zungs­maß­nah­me (bis zu 15 Pro­zent des Umsat­zes) ist ein neu dazu­kom­men­der Umsatz­er­satz, die ande­re Hälf­te ein Vor­schuss auf den Fixkostenzuschuss.

Ein Pro­blem blei­be, dass laut EU-Recht jedes Unter­neh­men in Sum­me als Bei­hil­fe maxi­mal 3 Mio. Euro für den Ver­lus­ter­satz bzw. 800.000 beim Fix­kos­ten­zu­schuss erhal­ten darf und der neue Aus­falls­bo­nus dort hin­ein­ge­rech­net wird. Öster­reich bemü­he sich gemein­sam mit Deutsch­land, Däne­mark und Tsche­chi­en um eine Erhö­hung die­ses Deckels, so Blü­mel. Jeden­falls sei jetzt schon klar, dass die 800.000 Euro-Gren­ze auf 1 Mio. Euro steigt. Dafür hat die EU eine ande­re Bei­hil­fen­re­gel (De-mini­mis-Regel) ange­passt. Öster­reich bemüht sich aber um eine wei­te­re Anhe­bung der Ober­gren­ze. Auch gilt die EU-Grund­la­ge für alle Coro­na-Hil­fen der­zeit bis Ende Juni – auch hier hängt eine Ver­län­ge­rung, so sie nötig ist, von der EU-Kom­mis­si­on ab.

Die Ver­gleichs­pe­ri­ode für den Aus­falls­bo­nus ist das glei­che Monat 2019. Um das Geld via Antrag in Finan­zOn­line zu bekom­men, müs­se man „vier Mal ancli­cken, die Sum­me der Ein­nah­men aus dem Ver­gleichs­mo­nat ange­ben, und dann fließt das Geld” ver­sprach Blü­mel. „Irgend­wann in die­sem Jahr” müs­se man auch einen Antrag für den Fix­kos­ten­zu­schuss 2 stel­len, das kön­ne aber auch nach dem Antrag auf Aus­falls­bo­nus geschehen.

Im Novem­ber – als der Umsatz­er­satz noch 80 Pro­zent des Umsat­zes betrug – gab es kein Geld für indi­rekt betrof­fe­ne, so Blü­mel. Die Unter­neh­men hät­ten nun aber einer­seits Pla­nungs­si­cher­heit und ande­rer­seits eine ein­fa­che Bean­tra­gung als vor­dring­lichs­te Zie­le genannt.

Tou­ris­mus­mi­nis­te­rin Eli­sa­beth Kös­tin­ger (ÖVP) wies dar­auf hin, dass die Schlie­ßung der Hotel­le­rie im Febru­ar, dem stärks­ten Monat im Win­ter­tou­ris­mus mit zuletzt 17 Mio. Näch­ti­gun­gen, „eine wirt­schaft­li­che Kata­stro­phe” sei. Man wer­de die Unter­neh­men der Hotel­le­rie und Gas­tro­no­mie „best­mög­lich unter­stüt­zen”. Blü­mel wies dar­auf hin, dass die Hilfs­maß­nah­men der Bun­des­re­gie­rung sicher­ge­stellt hät­ten, dass es seit März 2020 in Öster­reich um 30 Pro­zent weni­ger Insol­ven­zen als im Ver­gleichs­zeit­raum gab. Für Kös­tin­ger ist das „ein untrüg­li­ches Zei­chen, dass die Wirt­schafts­hil­fen der Bun­des­re­gie­rung auch ankommen”.

Aller­dings müs­se sich der Tou­ris­mus dar­auf ein­stel­len, dass es auch nach der Coro­na­pan­de­mie eine her­aus­for­dern­de Zeit geben wer­de. „Der Tou­ris­mus, die Rei­se­frei­heit, das wird alles noch Jah­re dau­ern, bis es sich voll­stän­dig erholt hat”.

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