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Giovanni Zarrella: Florian Silbereisen muss sich nach dieser Premiere warm anziehen

Giovanni Zarrella (43) hat bei seiner ZDF-Premiere als Showmaster des Samstag-Hauptabends alles richtig gemacht.Der Italo-Deutsche wirkte jede Sekunde authentisch und hat eine große Zukunft als TV-Entertainer. Der ORF, der parallel mit Andy Borg schunkel
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Stars in der Wachau
"Die Giovanni Zarrella Show" geht im November weiter und kommt vier Mal 2022 auf den Bildschirm © ORF

Es könnte (sehr) peinlich sein und ein Impuls zum Wegzappen sein, wenn der Gastgeber nach dem Opening seine Familie im Publikum ausführlich begrüßt. Und wenn Papa Bruno später auch noch auf die Bühne geholt wird, um mit dem Sohn und Al Bano Carrisi "Volare" zu singen. In der "Giovanni Zarrella Show", die live aus Berlin vor Publikum übertragen wurde, ist es das nicht. Hier ist man als Zuschauer gern Teil der Familie und bleibt dran, denn nichts wirkt vorgegaukelt - natürlich wurde geprobt, aber kein einziger Musikshow-Abend im öffentlich-rechtlichen Fernsehen konnte diese Herzlichkeit und Wärme in den letzten Jahren auf den Bildschirm bringen.

Zudem spürte man von jedem Kollegen, jedem Gast wie Andrea Berg, Kerstin Ott, Nik P. oder Nino de Angelo die Liebe und die Freundschaft zum neuen ZDF-Showgesicht. Mit Duetten, die man sonst nirgendwo hören kann (aber trotz der Helene-Fischer-Show-Strategie des ZDF mit einer anderen, eigenen - und ja, familiäreren - Anmutung). Nichts musste nachgezeichnet, kein Lächeln einstudiert werden. Und es mussten einmal nicht Beatrice Egli und Antony Ross als Grinsekatzer-Stimmungsmacher am Bühnenrand wie in den ARD-Shows dabei sein. Giovanni Zarrella ist echt. Mehr braucht es nicht.

Florian Silbereisen (40) muss sich mit seinen ARD-Schlagerfesten und Untertiteln wie "Die Besten der Besten" mit dem immer gleichen Repertoire, das auch ORF 2 samtags überträgt, also warm anziehen. Giovanni Zarrella hat ein Samstag-Abend-Genre neu belebt, kann moderieren, singen und echt cool tanzen. Laut ORF-Unterhaltungschef und ORF-2-Channelmanager Alexander Hofer habe man die ZDF-Premiere abgewartet. Das Bühnenjubiläum von Andy Borg, das parallel von ORF 2 im weinseligen Ambiente ausgestrahlt wurde, hätte man auch eine oder zwei Wochen später zeigen können.

Hier ist im ORF künftig mehr Nase für einen Showmaster gefragt, der alle Zuschauergenerationen vereinen könnte. Wie Giovanni Zarrella. Der mit seiner Premiere jeden Silbereisen in den Schatten gestellt hat. Nicht nur, weil er auch tanzen kann und in den Duetten nie der Star, aber auch nicht der Zweite war. Chapeau!Eine zweite Ausgabe von "Die Giovanni Zarrella Show" ist für Samstag, 13. November (20.15 Uhr) im ZDF angesetzt. Zudem steht derzeit die Dokumentation "Giovanni Zarrella – seine Träume, seine Wurzeln" in der ZDFmediathek zum Abruf bereit.

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