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Magdalena Lobnig holt für Österreich Bronze im Ruder-Einer

Die Kärntnerin musste sich im Finale nur der Neuseeländerin Emma Twigg und der Russin Hanna Prakatsen geschlagen geben: "Es war einfach Zeit, abzuliefern"
Olympia 2021

Die Kärntnerin musste sich im Finale nur der Neuseeländerin Emma Twigg und der Russin Hanna Prakatsen geschlagen geben: "Es war einfach Zeit, abzuliefern"

30. Juli 2021, 04:38

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Der Moment des Realisierens.

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Das ist die Medaille für Magdalena Lobnig.

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Mit Bronze zurück ins Boot.

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Das Podium: Hanna Prakatsen und Magdalena Lobnig schultern Emma Twigg.

Foto: Reuters/ VAN DE WOUW

Tokio – Die Kärntnerin Magdalena Lobnig hat am Freitag bei den Olympischen Spielen in Tokio die Bronzemedaille im Ruder-Einer geholt. Die 31-Jährige musste sich im Finale nur der Neuseeländerin Emma Twigg und der Russin Hanna Prakatsen geschlagen geben und sorgte damit für den vierten österreichischen Podestrang bei diesen Spielen. Davor hatte Anna Kiesenhofer Gold im Rad-Straßenrennen gewonnen, zudem gab es im Judo Bronze durch Shamil Borchashvili und Silber durch Michaela Polleres.

"Das ist auf alle Fälle mein Karriere-Höhepunkt", sagte Lobnig. Seit Olympia-Rang sechs 2016 habe sie darauf hingearbeitet, dass sie diesmal besser abschneidet. "Gestern war die Angst so groß, dass es noch einmal so endet wie in Rio. Ich war so k.o. nach dem Rennen (Semifinale, Anm.). Aber ich habe alles darangelegt, dass ich wieder fit werde. Ich habe mir gedacht, das ist im Endeffekt nur ein Kopfrennen, wer da vorne ist. Es war einfach Zeit, abzuliefern."

Lobnig, Europameisterin 2016 und dreifache EM-Zweite sowie zweifache WM-Dritte, bescherte dem ÖOC die insgesamt sechste Olympia-Medaille im Rudern, die erste seit Silber für Arnold Jonke/Christoph Zerbst 1992 im Doppelzweier. (APA, 30.7.2021)

Rudern – Frauen Einer:

Gold: Emma Twigg (NZL) 7:13,97 Minuten Silber: Hanna Prakatsen (ROC) +3,42 SekundenBromnze: Magdalena Lobnig (AUT) +5,75 Sekunden

Reaktionen:

Magdalena Lobnig: "Das ist auf alle Fälle mein Karriere-Höhepunkt. Vor allem seit Rio vor fünf Jahren habe ich darauf hingearbeitet. Gestern war die Angst so groß, dass es noch einmal so endet wie in Rio. Ich war so k.o. nach dem Rennen (Semifinale, Anm.). Aber ich habe alles darangelegt, dass ich wieder fit werde. Ich habe mir gedacht, das ist im Endeffekt nur ein Kopfrennen, wer da vorne ist. Es war einfach Zeit, abzuliefern. Man muss auch sagen, dass mich meine Betreuer sehr gut wieder hingestellt haben."

Kurt Traer (Lobnig-Trainer): "Es ist ein Traum. Ich bin kein extrem emotionaler Typ, aber es ist einfach nur genial. Das Beste, was sie hat machen können. Sie ist ein perfektes Rennen gefahren, hat alles richtig gemacht. Sie hat sich ihren Traum erfüllt, und das ist perfekt. Sie ist genau die Taktik gefahren, die sie fahren wollte."

Robert Sens (Österreichs Nationaltrainer): "Ich habe noch nie einen so guten Start von Magdalena oder überhaupt gesehen. Wie sie aus den Blöcken herausgeschossen ist, das war schon fast surreal. Da hat man schon gemerkt, sie will das einfach so viel mehr. Sie hat das Rennen dann einfach perfekt exekutiert. Sie war super-effizient, hat die Britin nicht einmal ins Spiel gelassen, hat gekontert und dagegen gehalten. Das beste Rennen der Saison in dem Moment, wenn es darauf ankommt."

Horst Nussbaumer (Präsident österreichischer Ruderverband): "Ich bin unglaublich froh, dass wir heute die erste Medaille seit 1992 gewonnen habe – eine verdiente Medaille Ich habe die Olympia-Brille von 1992 mit, das ist ein Glücksbringer für heute gewesen. Das Umfeld hat super zusammengearbeitet, es waren unzählige Leute. Es ist eine Bestätigung, für alle, die gearbeitet haben, dass das der richtige Weg war. Es ist für die Jungen ein Zeichen, dass man es mit viel Fleiß und Ehrgeiz schaffen kann."

Karl Stoss (Präsident Österreichisches Olympisches Komitee): "Was die Magdalena heute geschafft hat, ist großartig für den österreichischen Rudersport und natürlich auch großartig für uns. Weil sie hat ja auch sehr die Infrastruktur des Olympischen Komitees mit den Olympia-Zentren genutzt. Ich freue mich riesig für sie und riesig für den Rudersport. Hoffentlich animiert das noch sehr viele Junge, auch mit dem Rudersport in Österreich zu beginnen."

Peter Mennel (Generalsekretär Österreichisches Olympisches Komitee): "Ich bin sprachlos. Ich habe immer gesagt, diejenigen, die die Umstände mental am besten beherrschen, werden erfolgreich sein. Das hat sich bewahrheitet. Unser Team hat sich um die Magdi unglaublich gekümmert im Olympischen Dorf. Sie hat alles bekommen, was sie gebraucht hat. Wir haben ihr sogar ein Rad aufs Zimmer zum Ausradeln gegeben. Wenn alle zusammenarbeiten, auch der Verband, kann man erfolgreich sein."

Steckbrief: Magdalena Lobnig (31)

Geboren: 19. Juli 1990 in St. Veit/Glan (K) Wohnort: Völkermarkt (K) Beruf: Heeressportlerin Verein: VST Völkermarkt Bootsklasse: Frauen-EinerTrainer: Kurt Traer, Robert Sens Website: magdalenalobnig.atGrößte Erfolge (im Einer, falls nicht anders angegeben): * Olympia: Bronze Tokio 2021 (2020) Sechste Rio de Janeiro 2016 * WM: Bronze 2017 Sarasota und 2018 Plowdiw* EM: Gold 2016 Brandenburg, Silber 2013 Sevilla, 2018 Glasgow und 2020 Posen * Weltcup: Gesamtsiegerin 2017, Gesamt-Zweite 2018

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Kalender und alle Ergebnisse

Medaillenspiegel und Entscheidungen des Tages

Österreichs bisherige Medaillen im Rudern bei Olympischen Spielen:

SILBER (3)

1936 Berlin: Josef Hasenöhrl (Einer)1960 Rom: Alfred Sageder/Josef Kloimstein (Zweier ohne)1992 Barcelona: Arnold Jonke/Christoph Zerbst (Doppelzweier)

BRONZE (3)

1928 Amsterdam: Leo Losert/Viktor Fessl (Doppelzweier)1956 Melbourne: Alfred Sageder/Josef Kloimstein (Zweier ohne)2021 Tokio: Magdalena Lobnig (Einer)

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