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Coronavirus: Wie gefährlich ist die britische Mutation?

70 Verdachtsfälle von B.1.1.7 gibt es derzeit in Österreich. Die neue Variante unter der Lupe der Experten: Welche Eigenschaften hat sie? Und was kann man im Alltag dagegen tun?

Was ändert sich für mich jetzt, wenn ich zum Beispiel einkaufen gehe?

Suchomel und Hutter empfehlen, verstärkt FFP2-Masken zu verwenden. „Diese FFP2-Masken waren ja schon bisher für Risikopersonen empfohlen.“ Während der herkömmliche Mund-Nasen-Schutz vorwiegend ein Fremdschutz ist, erhöhen FFP2-Masken auch den Eigenschutz erheblich. Problematisch sind sie bei Bartträgern, weil sich ein Abstand zwischen Haut und Maske bildet: „Durch eine Stoffmaske atme ich immer zumindest zum Teil hindurch, aber wenn bei einer FFP2-Maske irgendwo am Gesicht eine kleine Lücke bleibt, geht fast alle Luft dort hindurch – und mit ihr das Virus“, sagt der Krankenhaushygieniker Johannes Knobloch.

Wie ist das in sehr kleinen Geschäften?

Auch dort sind FFP2-Masken sehr sinnvoll, „weil dort teilweise nicht richtig gelüftet werden kann“, erklärt der deutsche Virologe Alexander Kekulé.

Wie ist es in öffentlichen Verkehrsmitteln und in Taxis?

Suchomel und Hutter raten auch in öffentlichen Verkehrsmitteln zu FFP2-Masken. Auch in Taxis erhöhen sie den Eigenschutz deutlich, da sie mindestens 94 Prozent der Partikel aus der Einatemluft filtern. Fremdschutz bieten nur FFP2-Masken ohne Ausatemventil. Viele Taxis haben auch bereits Plexiglastrennwände.

Wenn ich mich an der Wursttheke oder der Kassa anstelle – wie viel Abstand soll ich halten?

„Der Babyelefant ist ja leider auf einen Meter geschrumpft – ursprünglich hatten wir 1,5 bis 2 Meter Mindestabstand“, sagt Suchomel. „International sind es vielfach zumindest 1,5 Meter“, betont Hutter. „Am liebsten wären mir zwei Meter, aber es wäre schon gut, wenn überall zumindest der eine Meter eingehalten wird.“ Masken und Abstand senken das Infektionsrisiko um 80 Prozent.

Und wie ist es im Büro?

Ist kein Homeoffice möglich und ausreichend Platz vorhanden, ist es besser, über den Mindestabstand von einem Meter hinauszugehen, betont Hutter: „Die Funktionsweise von Raumluftanlagen sollte überprüft sein.“ In Räumen ohne Lüftung sollte öfter gelüftet werden: „In kleineren Räumen reichen zwei, drei Minuten.“

Was weiß man zur Wirkung der Impfung?

„Die Impfungen sollten auch gegen die britische Virusvariante wirken“, sagt die Virologin Elisabeth Puchhammer-Stöckl.

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