Aufregerthemen Schliessen

Vienna City Marathon: Die Laufwelt blickt nach Wien

Der Vienna City Marathon ist auch aus internationaler Sicht ein großer Schritt zurück nach 18 Monaten mit Einschränkungen wegen der Coronapandemie. Die Topläufer nehmen den Streckenrekord ins Visier.

Der Vienna City Marathon ist auch aus internationaler Sicht ein großer Schritt zurück nach 18 Monaten mit Einschränkungen wegen der Coronapandemie. Die Topläufer nehmen den Streckenrekord ins Visier.

Um 8.58 Uhr fällt am Sonntag vor der UNO City der Startschuss zum 38. Vienna City Marathon (live auf ORF 1). Nach coronabedingter Absage 2020 führt beim Neubeginn ein starkes, internationales Elitefeld die Massen an. Die beabsichtigten und mit Tempomachern angepeilten Zielzeiten liegen unter den Streckenrekorden aus den Jahren 2014 durch Getu Feleke (ETH/ 2:05:41 Stunden) und 2019 durch Nancy Kiprop (KEN/2:22:12).

Die schnellsten Entry-Zeiten im Männerfeld haben der Äthiopier Betesfa Getahun (2:05:28/2019) und der Schweizer Tadesse Abraham (2:06:40/2016) vorzuweisen, die in ihrer Karriere bereits unter 2:07 geblieben sind. Abraham gab den Olympiamarathon auf, für Wien hat er sich neu fokussiert. "Die große Frage war nicht die Erholung, sondern das Mentale. Meine Beine sind gut, ich freu mich auf den Start und auf hoffentlich zwei Schweizer Siege", sagte der Wien-Zweite der bisher letzten Auflage 2019 am Freitag.

Die Männerspitzengruppe dürfte fünf, sechs Läufer umfassen. "Wir werden noch einen letzten Blick aufs Wetter werfen, unter 2:06 ist geplant, wir gehen es also mit dem Ziel an, den Streckenrekord zu unterbieten", erklärte der für die Athletenverpflichtung zuständige Mark Milde. Auch bei den Frauen sieht er die Bereitschaft, eine Zeit unter 2:22 anzugehen. Das Feld führt die höchst erfolgreiche Äthiopierin Gelete Burka (Bestzeit 2:20:45) vor den Kenianerinnen Risper Chebet (2:23:45), Rebecca Kangogo (2:24:25) sowie Celestine Chepchirchir (2:24:48) an.

Internationale Topathleten im Herbst 2021 bei einem Städtemarathon an den Start zu bringen sei kompliziert gewesen, erklärte Milde. Zum einen wegen der Pandemie, aber auch wegen der Olympischen Spiele stehen nicht so viele Sportler zur Verfügung. Auch für Wien vorgesehene Läufer hingen einen Tag am Flughafen in Doha fest, weil nach einem verpassten Anschlussflug Verbindungen fehlten. Zudem erschweren Reiserestriktionen die Sache, viele Läufer kommen ja aus Ostafrika.

Er wisse, dass sich viele Blicke am Wochenende nach Wien richten werden: "Die Laufwelt ist in den vergangenen 18 Monaten näher zusammengerückt, der Austausch unter den Veranstaltern wurde enger. Jeder hat geschaut, was macht der andere, wie geht der mit der Situation um, wie kann ich Erfahrungen in meine Veranstaltung einbauen", so der Deutsche.

Ermittelt werden am Sonntag auch Österreichs Staatsmeister. Die oberösterreichische Lehrerin Victoria Schenk ist einen Tag vor ihrem Schulstart Topfavoritin. Bei den Herren geht in Abwesenheit vieler Marathonspezialisten der Salzburger Hans-Peter Innerhofer als Debütant auf den Titel los.

Ähnliche Shots
Die meist populären Shots dieser Woche