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Ghislaine Maxwell: Epstein-Komplizin muss für 20 Jahre ins Gefängnis

Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass Ghislaine Maxwell in New York schuldig gesprochen wurde. Jetzt hat Richterin Alison J. Nathan das Strafmaß verkündet.
Komplizin von Jeffrey Epstein Strafmaß verkündet: Ghislaine Maxwell muss für 20 Jahre ins Gefängnis
Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell

Ghislaine Maxwell handelte als Komplizin von Jeffrey Epstein

© SDNY / Picture Alliance

29.06.2022, 06:24 2 Min. Lesezeit

Ein gutes halbes Jahr ist es her, dass Ghislaine Maxwell in New York schuldig gesprochen wurde. Jetzt hat Richterin Alison J. Nathan das Strafmaß verkündet. 

Seit mittlerweile zwei Jahren sitzt Ghislaine Maxwell in Haft. Im Dezember vergangenen Jahres sprach ein New Yorker Geschworenengericht die Britin des Sexhandels mit Minderjährigen schuldig. Jetzt wurde ihr Strafmaß verkündet.

Ghislaine Maxwell: So lange muss sie ins Gefängnis

Die Komplizin des verstorbenen Pädophilen Jeffrey Epstein muss für 20 Jahre in Haft. Vor Gericht fanden ein letztes Mal die Opfer von Epstein und Maxwell Gehör. Gleich mehrere davon hatten sogenannte "victim statements" eingesendet und darin die Verbrechen der Britin geschildert. Auch im Gerichtssaal waren Opfer anwesend. Maxwell wurde von drei ihrer Geschwister unterstützt.

Die Anklage hat eine Haftstrafe zwischen 30 und 55 Jahren für die 60-Jährige gefordert, ihre Anwälte hingegen hatten noch bis zuletzt versucht, Maxwell als Opfer darzustellen. Sie sei ein "Sündenbock", weil Epstein sich noch vor seinem Prozess in Haft das Leben genommen hatte. So forderten sie für ihre Mandantin eine Haftstrafe unter 20 Jahren und begründeten dies unter anderem mit ihrer Vergangenheit. Sie legten dar, Maxwells "traumatische Kindheit mit einem dominanten, narzisstischen und fordernden Vater" habe sie "anfällig für Epstein" gemacht. Das Urteil ist damit recht milde ausgefallen, wenn man die Forderungen der Staatsanwaltschaft bedenkt. Zum ersten Mal in diesem Prozess äußerte sich auch Maxwell selbst. Sie berichtet, dass es schwer für sie gewesen sei, die Schilderungen der Opfer zu hören, dann zeigte sie Reue: "Ich nehme Ihr Leid wahr, ich habe Empathie, ich bedaure zutiefst den Schmerz, den Sie erlitten haben." Sie selbst sieht sich aber auch als Opfer des manipulativen Epstein und sagte: "Ich bereue den Tag, an dem ich ihn getroffen habe."

Missbrauchsprozess

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Prinz Andrew

Am 19. Februar 1960 wurde Prinz Andrew als drittes Kind und zweiter Sohn der britischen Königin Elisabeth II. und ihres Mannes Prinz Philip geboren. Die Queen und ihre Gatte hatten bereits Thronfolger Prinz Charles und Tochter Anne. Angeblich war Andrew stets das Lieblings-Kind der Monarchin. Das Foto zeigt die Familie September 1960 vor ihrem schottischen Schloss Balmoral.

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In fünf Punkten schuldig gesprochen

Die Britin wurde in sechs Punkten angeklagt, darunter Verführung Minderjähriger zu illegalen Sexhandlungen und Meineid. Schuldig gesprochen wurde sie in fünf Punkten, darunter der schwerwiegendste Vorwurf: "Menschenhandel mit Minderjährigen zu Missbrauchszwecken". Während der ersten Anhörung wies sie die Vorwürfe zurück und plädierte auf nicht schuldig. Jeffrey Epstein war bereits 2008 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt und seitdem als Sexualverbrecher geführt worden. Einen Monat nach seiner erneuten Festnahme wurde er im August 2019 tot in seiner Gefängniszelle gefunden.

Quelle: "NPR" 

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